leben.
Der Hochsommer ist vorrüber und es gilt ein Leben zu leben, eines, das schöner und aufregender und gleichzeitig schlichter nicht sein könnte. Ich fahre Fahrrad und genieße dabei die (mittlerweile schon schulterlangen) im Wind wehenden, blonden Haare, ich kaufe Schokolade und Melonensaft, bei dem ich später die Erfahrung machen musste, dass er ganz chemisch und unecht schmeckt, ich bin wieder ein bisschen mehr Mädchen geworden, habe mit zwei Flechtzöpfen über Nacht geschlafen um am Morgen und den Tag über ganz unregelmäßige wirre Locken zu haben, ich hab mir sogar ein Pflegeshampoo (mit integriertem Balsam!) gekauft, um die, noch immer von den früheren Dreadlocks strapazierten Haare zu revitalisieren, wie es so schön heißt, ich schaue Wolf Haas Filme im Fernsehen und rede über seine Bücher, tausche unterschiedliche Meinungen aus und wundere mich über die neugewonnene Aufmerksamkeit, ich sitze um 2 Uhr Nachts im Bustaxi neben meinem Nachbarn und ehemaligem Kindheitsfreund, und spreche ihn dann doch nicht an, außerdem klimpern an meinem Schlüsselbund jetzt drei Schlüssel mehr, drei Schlüssel, die eine verheißungsvolle Zukunft und das Studentenleben vorhersagen und immerwieder bemerke ich voll Freude:
Das Leben holt mich wieder ein. Und ich war schon lange nicht mehr so glückvoll, wie in diesen Wochen.
Das Leben holt mich wieder ein. Und ich war schon lange nicht mehr so glückvoll, wie in diesen Wochen.
wunderlichezeit - 21. August, 18:38