Sonntag, 10. August 2008

Leben. Weil es immernoch eine Zukunft gibt.

Immer am Hoffen gewesen, mich im Denken verloren, Blumen verschenkt, durch den Morgenregen gegangen, nach Lavendel geduftet, Goethe gelesen, Theater gespielt, protestiert, triumphiert und verloren, Träume gelebt, Briefe geschrieben, alles abgelichtet und auf zinnoberrote Dächer gestarrt, mich in eine Stadt verliebt, einen Vogel bis zu seinem letzten Herzschlag in den Händen gehalten, in Repliken gedacht, dadaistische Gedichte geschrieben, Platten gehört, bin zu klein gewesen und an einem Vormittag im August erwachsen geworden, habe Malakowtorte gegessen, mich in Wien verirrt, zu wenig gezeichnet, in einem spanischen Discoklo geweint, zu viel getrunken, nie gereimt, bin altmodisch gewesen, habe Herzen gebrochen und bin gebrochen worden, war immer zu sehr ich selbst, und am Ende wird wieder von vorne begonnen.
wortmeer - 11. August, 21:21

Leben
nicht immer einfach
aber einfach unglaublich schön

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O Leben, Leben, wunderliche Zeit
von Widerspruch zu Widerspruche reichend
im Gange oft so schlecht so schwer so schleichend
und dann auf einmal, mit unsäglich weit entspannten Flügeln, einem Engel gleichend: O unerklärlichste, o Lebenszeit.

Von allen großgewagten Existenzen
kann einer glühender und kühner sein?
Wir stehn und stemmen uns an unsre Grenzen
und reißen ein Unkenntliches herein,
.............................................................


(Rainer Maria Rilke)

Leichtigkeit
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